Was Wäre Wenn – Spielplatz des Friedens

Vier Tage lang hat das World Child Forum 2026 in Davos eingeladen, eine Welt zu gestalten, wie sie uns gefällt. Als Spielplatz, als offenes Atelier, als sozialer Kunstraum. Das Experiment ist gelungen.

Dort, wo jedes Jahr das World Economic Forum (WEF) tagt, wo Demokraten und Diktatoren sich begegnen, haben Berni Hanel und Team zum dritten Mal die Türen zum World Child Forum geöffnet.

Menschen aus allen Generationen und von verschiedenen Kontinenten sind dem Ruf gefolgt. Sie sind zusammengekommen für mehr Frieden in der Welt. Um sich zu verbinden und zu verstärken. Um spielerisch neue Möglichkeiten zu erforschen. Für mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Und um Kraft zu schöpfen.

„Ich war das letzte Mal schon hier. Wenn ich ehrlich bin, als ich auf der Bühne stand, habe ich mich das erste Mal richtig frei gefühlt.“ Amil, 13 Jahre

Für mich und meinen Partner Wilfried Schley ist es das erste Mal. Wir fühlen uns Zuhause. Jedes Gespräch, jede Begegnung bewegen mich. Da ist Amils Vater. Er selbst musste sein Land Bosnien-Herzegowina während des Krieges als Kind verlassen. Als Lehrer in Nordrhein-Westfalen hat er drei Schüler:innen gewinnen können mitzukommen. Sie sind begeistert, was sie hier erleben. Oder Christian. Er hat den weiten Weg aus Kolumbien angetreten, um sich für sein politisches Engagement für Kinderrechte in seiner Region Ideen und Unterstützung zu holen.

2,4 Mrd. Kinder

Ein weites und lichtes Foyer, Freiräume und Innengärten als ein wertvolles Dazwischen wurden zum Spielplatz für Begegnungen und Fragen rund um Beteiligung, Liebe, Frieden und Gerechtigkeit. Musizieren, spielen, lauschen, Grenzen ausloten, tanzen, performen oder auch die Einladung, sich mit der Natur und den vier Elementen Wasser, Erde, Feuer und Luft zu verbinden.

Die Tatsache, dass 2,4 Milliarden Kinder inzwischen nominiert sind, um den Friedensnobelpreis tatsächlich erhalten zu können, entstand durch diese verrückte Frage „Was wäre, wenn alle Kinder der Welt den Friedensnobelpreis bekämen?“ Dieser fantastischer Erfolg als erster notwendiger Schritt, um das Undenkbare möglich werden zu lassen, ist ein Energizer. Nimm auch du die Botschaft der gelungenen Nominierung und diese Frage mit und teile sie insbesondere mit jungen Menschen. Je sichtbarer, um so wirksamer.

Die Kraft von Fragen

Wenn wir Krieg gegen die Erde führen, führen wir dann nicht Krieg gegen uns selbst? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit auf Weltfrieden? Wie können wir Hass und Hetze überwinden? Das Moderationsteam sammelt zum Auftakt Fragen aus der großen Runde ein. Und sie wirken. An den Wänden verteilt, begleiten uns die eindrücklichen Fragen die vier Tage. Sie tragen Botschaften in sich, haben ein starke Kraft und öffnen neue Möglichkeitsräume.

„Was können Erwachsene von den Kindern lernen? Keine Vorurteile haben. Man will einfach Spaß und Freundschaft. Die Erwachsenen denken zuviel nach.“ Amil

„Alle die hier sind, wollen etwas verändern.“ Emma

Der Brief, der nach Oslo reist.

(Text wird ergänzt)

„Lass uns mehr beschreiben, anstatt »Schubladen« zu öffnen.“

Verabschiedet haben wir uns von neuen Freunden aus aller Welt. Begonnen hat ein neuer Morgen mit der Klarheit, dass das World Child Forum als soziale Kunstraum weiter wachsen wird.

www.worldchildforum.org
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Text & Fotos: Katharina Wyss-Schley